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Farbenlehre

1. Spektrum

Das Sonnenlicht ist aus farbigen Strahlen zusammengesetzt.
Diese Strahlen lassen sich durch ein Prisma in die einzelnen Grundfarben zerlegen.

Ein Prisma ist ein längliches, dreiseitig geschliffenes Glas zur Untersuchung der Lichtbrechung und der dadurch entstehenden Farben. - Treffen Sonnenstrahlen durch ein solches Prisma oder einen anderen lichtbrechenden Körper (Wassertropfen, Seifenblase),so werden sie zerlegt in die drei Grundfarben Rot, Gelb, Blau.

Durch Mischung dieser Grundfarben erhält man die sechs prismatischen Farben des Spektrums:
Rot - Orange - Gelb - Grün - Blau - Violett.

Das sind auch die Farben des Regenbogens. Diese Farbenzusammenstellung nennt man ein Spektrum.

2. Primäre Farben

(Farben erster Ordnung, Grund- oder Stammfarben)

Rot Gelb Blau

3. Sekundäre Farben

Farben zweiter Ordnung, Grund- oder Stammfarben.

1. Stufe:

Rot + Gelb = Orange

Gelb + Blau = Grün

Blau + Rot = Violett

In eine Reihe gestellt, sind dies die sechs prismatischen Farben des Sonnenspektrums:

Sekundäre Farben
2. Stufe:

Orange = Rotorange Gelborange

Grün = Gelbgrün Blaugrün

Violett = Blauviolett Rotviolett

Diese Linie in einen Kreis gebracht ergibt den Farbenkreis.

4. Tertiärfarben

Farben dritter Ordnung
Tertiärfarben nennt man diejenigen, welche durch Mischung der drei Grundfarben zusammen, oder durch drei oder mehrere Farben und ausser der Reihenfolge entstehen und unklare Töne ergeben. – Dazu gehören besonders die gebrochenen und braunen Farben.

Rot + Gelb + Blau = Gelbbraun

Orange + Grün + Violett = Grünbraun

Rotorange + Rotviolett + Blaugrün = Rotbraun

Der Ausdruck einer Farbe richtet sich nach derjenigen, welche am meisten zugemischt wurde und daher vorherrscht.
Gebrochene Farben gehören nicht zum Spektrum.

5. Der Farbenkreis

6. Komplementärfarben

Ergänzungs- und Kontrastfarben
Es kann eine Farbe einer anderen gegenüber einen starken Kontrast bilden und doch harmonisch wirken.
Will man zu einer Farbe die entsprechende Komplementär- oder Ergänzungsfarbe finden, so bedient man sich des Farbenkreises, der nach den Regeln des Spektrums zusammengesetzt sein muss. Die sich in der Pfeilrichtung gegenüberstehenden Farben komplementieren (ergänzen) sich und bilden angenehme Kontraste.

7. Charakter der Farben

arme Farben sind solche, in denen Gelb vorherrscht, sowie Rot und Braun.

Gelb ist die kräftigste Leuchtfarbe in die Ferne (Signalfarbe).

Kalte Farben sind Blau, Grün, Violett (blaustichig).

Neutrale Farben: Graue Farben aller Schattierungen, Gold und Silber.

8. Harmonie

Harmonische Farben
Harmonische Farbenergänzen sich gegenseitig und bilden angenehme Kontraste, z. B. Weiss gegen Hellblau, Violett gegen Gelb, Grüngelb gegen Rosa, Blau gegen Orange, Rot gegen Blaugrün, Schwarz gegen Goldgelb.

Harmonien sind mit möglichst wenigen Farben herzustellen.

Unharmonische Farben
Unharmonische Farben geben unangenehme Kontraste und wirken befremdend; z. B.: Grün gegen Gelb, Violett gegen Rot, Rot gegen Orange, Blau gegen Grün, Blau gegen Schwarz.

Unharmonische Farbstimmungen können mittels Kontur wesentlich verbessert werden. Dazu benötigt man kräftige Kontrastfarben: Weiss und Schwarz.


Tips aus dem Maler - ABC

XI. Zum Anreissen einer geraden Linie auf grössere Distanz gebrauche man eine Schlagschnur.
Für helle Wände färbe man die Schnur mit Holzkohle ein; für dunkle Wände mit Kreide.
XII. Papier- bzw. Zeitungsasche eignet sich gut als Ersatz für Holzkohle zum Einfärben von Schlagschnüren, sowie zur Herstellung von schwarzen Pausbeuteln.
XIII.       Weiche Brotkrumen eignen sich vorzüglich zum Radieren von Holzkohle auf Papier.
XIV. Zur Uebertragung einer Vorlage auf ein grösseres Format bediene man sich des Quadratierens, indem man die Vorlage durch sich kreuzende, waagrechte und senkrechte Linien in Quadrate einteilt und diese, dem gewünschten Verhältnis entsprechend vergrössert, und auf die zu bemalende Fläche überträgt.
XV. Um die Vorlage nicht zu beschädigen, lege man zum Quadratieren ein Pauspapier darüber.

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