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Farbe in der Architektur

Max Bill sagte einmal, ihm sei in der Architektur jede Farbe recht, wenn sie nur Weiss sei. Salvador Dali hingegen glaubte an eine polychrome Architektur, die das Auge befriedigte wie ein Mosaik. Ideologische Aufbruchstimmungen wie im ersten Drittel dieses Jahrhunderts in Europa brachte oft den Ruf nach mehr Farbe in der Architektur. Aber ebenso gehörte auch Le Corbusiers Auffassung in diese Zeit, Bauten sollten ein einheitliches Weiss aufweisen, um soziale Gleichheit zu demonstrieren, was ihn jedoch später nicht hinderte, Häuser sowohl innen als auch aussen farbig zu gestalten. Theo van Doesburg versuchte, Farben vom Zweidimensionalen ins Räumliche zu übertragen und mit der Architektur organisch zu verbinden. In den fünfziger Jahren war zumindest in Westeuropa Aussenarchitektur grau, während sie innen von unbekümmerter Buntheit war. Heute ist es eher umgekehrt: Eine neue Farbigkeit zeigt sich aussen, während die Innenräume sich von neutraler Zurückhaltung zeigen.

Die Auffassungen für oder wider Buntheit in der Architektur wechselten in den letzten Jahrzehnten schneller als in den Jahrhunderten zuvor. Farbe in der Architektur kennt weder Internationalität noch Pauschalität.
Sie hat aber auch ihre eigenen Regeln und Gesetze. Im Gegensatz zum Kunstmaler, der die Zuordnung der Farben zu Flächen vollkommen nach eigener Phantasie wählen kann, muss der Architekt die verschiedenen Aspekte der Farbwirkung stets im Auge behalten. Er kann mit ihr Perspektiven und Licht manipulieren, Stimmungen erzeugen, Flächen hervortreten oder zurückweichen lassen, Kühle oder Wärme vermitteln.

Farbe hat in der Architektur aber nicht nur physiologische, psychologische und ästhetische Aspekte, sondern heute mehr denn je auch Schutzfunktion.

Seine Fähigkeit, Farben zu sehen, zu empfinden und zu unterscheiden, hat der Mensch allen Tieren voraus. In der Natur wird ihm eine Fülle an farbigen Sinneseindrücken geboten, die wesentlich zu seinem seelischen Gleichgewicht und Wohlbefinden beitragen. Es ist deshalb ein Unterschied, ob Häuser in menschlichem Massstab frei in der Landschaft stehen, wo sie nicht die Sinne zu befriedigen brauchen, oder ob es sich um ganze Ballungen oder grossstädtische Strassenzüge handelt, wo die Farben der Landschaft fehlen. Sich an der Umgebung, der Landschaft und am Klima zu orientieren und unseren Bauten eine sensible und behutsame Farbigkeit in den Tönen der Natur zu geben, die auch an trüben Tagen freundlich wirken, gehört wohl zu den schönsten Aufgaben der Farbe der Architektur.

Die Synagoge in Basel wurde 1987 vollkommen restauriert, innen mit Sax-Tempera, aussen mit Hydrosil-Lasur.

Der auch weit über die Schweizer Grenzen hinaus anerkannte Architekt Mario Botta verwendete für das Gymnasium Morbio Inferiore Sax-Polyflex-Lasur.

Helmhaus und Wasserkirche in Zürich gehören zu den bedeutenden Bauten des Limmatraumes. Bei der Renovation gehörten zu den hohen Anforderungen seitens der Bauherrschaft und der Denkmalpflege nicht nur die Qualität der Farbanstriche, sondern auch der Einsatz umweltverträglicher Materialien. 

Für die Aussenfassaden beider Gebäude wurde 2-Komponenten-Mineralfarbe und für den Innenanstrich der Wasserkirche Tempera-Farbe von Sax verwendet.

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